Balchik (5)

Auweia, ist heute wenig passiert, aber genau das ist es, was wir uns von diesem vorletzten Tag hier in Balchik erwartet haben. 
Die mühsam zusammengekratzten Highlights des etwas schattigen Tages waren die folgenden:
Erstens: Beim Frühstück war heute einiges anders. Zwei fremde Menschen saßen an "unserem" Tisch, weshalb wir umziehen mussten und eventuell am Stamm-Tisch anderer Gäste saßen, die daraufhin ihrerseits umziehen mussten. Gestern muss wohl wieder ein Urlaubsflieger aus Oslo gelandet sein.  Neue Norweger rein, alte Norweger raus. Und neue Norweger kennen die strenge Sitzordnung hier nun einmal nicht. Wo wir wohl morgen sitzen werden? Am alten oder am neuen Tisch? Nach Tagen des Faul-Herumliegens erhöht der Gedanke an diese Frage tatsächlich den Puls.
Zweitens: Zwischen Frühstück und Abendessen schoben wir erstmals einen Mittags-Snack in der Strandbar ein und versuchen so langsam, das Spielchen "Cash or Card?" so zu dosieren, dass wir hier mit ungefähr null Leva abreisen werden. Das Bezahlsystem in Bulgarien macht uns eh verrückt. Die Rechnung in den Restaurants wird immer mit Karte auf Leva und Pfennig beglichen. Trinkgeld kann man auf diesem Wege leider nicht draufbuchen (das ging in Rumänien dagegen richtig gut). Dann geht also immer das Kramen im bulgarischen Bargeld los.
Drittens: Am Nachmittag spielte die gesamte Familie "Schweinchen in der Mitte" mit buntem Ball im Meer. Hier zeigten sich vollkommen unbekannte und nicht immer wohlfeile Charakterzüge einzelner Spieler*innen, nein: Spielerinnen.
Fünftens: Die Damen gönnten sich ein Fisch-Spa. Füße rein ins Aquarium und dann Tumult im Becken. Schätzungsweise fünfzig Fisch-Kerlchen stürzten sich auf den müden deutschen Huf. Es gab Spezialisten fürs Nagelbett, für die Zehnzwischenräume und alle anderen unguten Stellen. Als der Vater sich für ein Foto näherte kam allerdings Unordnung auf. Einige der Spezialisten spürten wohl, dass sich hier hinter der Scheibe der Endgegner kurz zeigte...

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